Reduce-MFA-DZHK25
Neue Ergebnisse veröffentlicht

Prof. Dr. Miriam Puls, Oberärztin der Klinik für Kardiologie und Pneumologie der Universitätsmedizin Göttingen, stellte die Ergebnisse der Reduce-MFA-Studie beim American College of Cardiology Annual Scientific Session 2026 in New Orleans vor.
Ausgangspunkt der Untersuchung ist die Beobachtung, dass trotz erfolgreicher TAVI bei einem Teil der Patientinnen und Patienten ein relevantes Residualrisiko für Herzinsuffizienz und eingeschränkte Lebensqualität bestehen bleibt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die myokardiale Fibrose als Folge eines maladaptiven kardialen Remodelings. In der Studie wurde daher untersucht, ob eine zusätzliche antifibrotische Therapie – basierend auf Spironolacton allein oder in Kombination mit Dihydralazin – zu einer Verbesserung klinischer und struktureller Parameter beitragen kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass die zusätzliche medikamentöse Behandlung mit einer stärkeren Regression der myokardialen Fibrose sowie einer signifikant verbesserten Lebensqualität im Vergleich zur alleinigen TAVI einhergeht. Auch für kombinierte klinische Endpunkte ergaben sich Hinweise auf einen Vorteil der Zusatztherapie, insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit fortgeschrittener Symptomatik.
Die Daten unterstreichen die Bedeutung individualisierter Therapiestrategien nach TAVI. Die gezielte Identifikation von Patientinnen und Patienten mit ausgeprägter myokardialer Fibrose könnte künftig dazu beitragen, ergänzende medikamentöse Ansätze gezielt einzusetzen und die Langzeitprognose weiter zu verbessern. Gleichzeitig rückt die frühzeitige Diagnose und Behandlung der Aortenklappenstenose noch stärker in den Fokus, um ein fortgeschrittenes kardiales Remodeling möglichst zu vermeiden.
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