OmniaSecure defibrilliation lead
Erstmaliger Einsatz in der UMG

Mit dem erstmaligen Einsatz im Juni 2026 einer neuen Defibrillationssonde erweitert die Klinik für Kardiologie und Pneumologie ihr Spektrum in der interventionellen Rhythmologie. Erstmals wurde an der Universitätsmedizin Göttingen die OmniaSecure™ Defibrillation Lead von Medtronic implantiert. Die neue Sonde verbindet die Funktion einer Defibrillationssonde mit einem besonders schlanken, lumenlosen Design und ermöglicht eine präzise Platzierung im rechten Ventrikel.
Eine Besonderheit der OmniaSecure ist ihr Durchmesser von lediglich 4,7 French. Damit zählt sie zu den kleinsten derzeit verfügbaren Defibrillationssonden. Die lumenlose Konstruktion basiert auf der etablierten SelectSecure-Sondentechnologie und ermöglicht die Einführung über einen Katheter. Dadurch kann die Sonde gezielt im Herzen positioniert und an unterschiedliche anatomische Gegebenheiten angepasst werden.
Die Weiterentwicklung ist insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Bedeutung präziser und möglichst gewebeschonender Implantationstechniken relevant. Ein geringerer Sondendurchmesser kann dazu beitragen, die Belastung des venösen Zugangs und der Trikuspidalklappe zu reduzieren. Gleichzeitig übernimmt die Sonde die für einen implantierbaren Defibrillator erforderlichen Funktionen der Wahrnehmung kardialer Signale sowie der Abgabe von Schrittmacher- und Defibrillationstherapien.
Mit dem ersten erfolgreichen Einsatz der OmniaSecure steht der Klinik damit eine weitere moderne Option für die individuelle Versorgung von Patient*innen mit Indikation zur Defibrillator-Therapie zur Verfügung. Der Einsatz unterstreicht zugleich den Anspruch der Klinik, neue Technologien der interventionellen Rhythmologie frühzeitig in die klinische Versorgung zu integrieren.
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