Gut begleitet nach der Entlassung
Die Zeit nach der Entlassung ist ein wesentlicher Bestandteil Ihrer Behandlung. Eine strukturierte Nachsorge trägt dazu bei, den Behandlungserfolg zu sichern, Rückfälle oder Komplikationen frühzeitig zu erkennen und Sie langfristig medizinisch wie auch im Alltag zu unterstützen.
Entlassmanagement
Entlassmanagement
Bereits während Ihres stationären Aufenthalts beginnt die Planung der Zeit nach der Entlassung. Gemeinsam mit Ihnen organisieren wir alle notwendigen Schritte für eine sichere Weiterbehandlung. Dazu gehören insbesondere:
- Beratung und Information zur Nachversorgung
- die Terminplanung für notwendige Kontroll‑ und Folgeuntersuchungen
- die Information Ihrer weiterbehandelnden Haus‑ und Fachärzt*innen
- Unterstützung bei der Antragsstellung von Leistungen der Kranken- oder Pflegeversicherung
- Umfangreiche und lückenlose Information der Personen und Einrichtungen, die Sie nach Ihrer Behandlung weiter versorgen und betreuen
Wenn für Sie erforderlich:
- eine verständliche Zusammenstellung und Erklärung Ihrer Medikation
- Ausstellen von Verordnungen, z.B. Arznei-, Heil- oder Hilfsmittel für bis zu 7 Tage
- Ausstellen von Bescheinigungen für Ihren Arbeitgeber – ebenfalls für bis zu 7 Tage
- Vermittlung an Personen oder Einrichtungen der weiteren Gesundheitsversorgung (z.B. Rehabilitationskliniken oder Pflegedienste)
- bei Bedarf die Einleitung von Rehabilitations‑ oder Anschlussheilbehandlungen
- die Organisation unterstützender Angebote (z. B. Pflegedienste, Hilfsmittel)
Bitte beachten
So können Sie uns unterstützen
Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie:
- zur Nachsorge Hilfsmittel oder die Unterstützung eines ambulanten Pflegedienstes benötigen
- unsicher sind, ob Ihr Transport nach Hause sichergestellt ist
- grundsätzliche Fragen zu Ihrer Entlassung und Nachbehandlung haben
Sorgen Sie bitte dafür, dass
- Ihre Angehörigen über den Entlassungszeitpunkt Bescheid wissen
- Ihnen benötigte Rezepte oder Medikamente mitgegeben werden
- Sie sich eine Kopie des Entlassbriefes mitgeben lassen
Nachsorge
Ambulante Weiterbetreuung
Nach der Entlassung erfolgt die weitere Betreuung je nach Erkrankung und Behandlungsform über:
- unsere spezialisierten kardiologischen oder pneumologischen Ambulanzen
- interdisziplinäre Spezialsprechstunden (z. B. Herzinsuffizienz‑, Rhythmologie‑ oder Klappenambulanzen)
- die enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzt*innen
Kontrollintervalle, weitere Untersuchungen und Anpassungen der Therapie werden individuell festgelegt und transparent mit Ihnen besprochen.
Rehabilitation
Bei vielen Herz‑ und Lungenerkrankungen ist eine stationäre oder ambulante Rehabilitation sinnvoll.
Ziel der Rehabilitation ist es,
- Ihre körperliche Leistungsfähigkeit zu verbessern,
- Sicherheit im Umgang mit Ihrer Erkrankung zu gewinnen,
- Risikofaktoren zu reduzieren und
- Sie beim Wiedereinstieg in Alltag und Beruf zu unterstützen.
Die Organisation der Rehabilitationsmaßnahme erfolgt in enger Abstimmung mit Ihnen und – falls gewünscht – mit Unterstützung unseres Sozialdienstes.
Langfristige Nachsorge bei chronischen Erkrankungen
Bei chronischen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Herzrhythmusstörungen, Lungenerkrankungen oder nach Implantation von Herzschrittmachern, Defibrillatoren oder anderen Systemen ist eine regelmäßige, langfristige Betreuung erforderlich. Diese umfasst unter anderem:
- regelmäßige ärztliche Kontrollen
- Anpassung der medikamentösen Therapie
- Geräte‑ und Funktionskontrollen (ggf. auch per Telemonitoring)
- frühzeitige Erkennung von Veränderungen oder Verschlechterungen
Ziel ist es, Ihre Lebensqualität langfristig zu erhalten und Ihnen Sicherheit im Umgang mit Ihrer Erkrankung zu geben.
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