Koronare Herzkrankheit

Wenn sich Gefäße verengen

Bei der koronaren Herzkrankheit (KHK) sind die Herzkranzgefäße verengt oder verschlossen. Dadurch wird der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Ursache ist meist eine Verkalkung der Gefäßwände (Arteriosklerose), die sich über viele Jahre entwickelt. Die koronare Herzkrankheit gehört zu den häufigsten Herzerkrankungen und kann lange unbemerkt bleiben.

Welche Beschwerden können auftreten?

Typische Beschwerden sind:

  • Druck-, Enge- oder Schmerzgefühl in der Brust (Angina pectoris)
  • Luftnot, besonders bei körperlicher Belastung
  • schnelle Ermüdung
  • Ausstrahlung der Schmerzen in Arme, Rücken, Hals oder Kiefer

Die Beschwerden können in ihrer Stärke variieren und treten nicht bei allen Betroffenen gleich auf.

Wie wird eine koronare Herzkrankheit festgestellt?

Die Diagnose erfolgt anhand eines ärztlichen Gesprächs (Anamnese), einer körperlichen Untersuchung sowie technischer Untersuchungen. Dazu gehören unter anderem:

  • Ruhe- und Belastungs-EKG
  • Ultraschalluntersuchung des Herzens
  • bildgebende Verfahren wie Herz-CT
  • Herzkatheteruntersuchung zur direkten Darstellung der Herzkranzgefäße

Welche Untersuchungen notwendig sind, wird individuell entschieden.

Wie wird die koronare Herzkrankheit behandelt?

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Erkrankung und den Beschwerden. Sie umfasst:

  • eine medikamentöse Therapie
  • die Behandlung von Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Diabetes
  • ggf. Herzkatheter-Eingriffe mit Ballon oder Stent
  • in bestimmten Fällen operative Verfahren

Ziel der Behandlung ist es, Beschwerden zu lindern und Komplikationen zu vermeiden.

Behandlung an der Universitätsmedizin Göttingen

Die Diagnostik und Therapie der koronaren Herzkrankheit erfolgt an der Universitätsmedizin Göttingen in spezialisierten Ambulanzen sowie in den Herzkatheterlaboren des Herzzentrums. Komplexe Befunde werden interdisziplinär im sogenannten Heart Team besprochen.

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