Kardiomyopathie
Wenn sich der Herzmuskel verändert

Kardiomyopathien sind Erkrankungen des Herzmuskels selbst. Dabei sind nicht die Herzkranzgefäße oder Herzklappen betroffen, sondern der Herzmuskel ist in seiner Struktur oder Funktion verändert.
Je nach Ausprägung kann der Herzmuskel erweitert, verdickt oder in seiner Dehnbarkeit eingeschränkt sein. Die Erkrankung kann angeboren oder im Laufe des Lebens erworben sein, zum Beispiel als Folge anderer Herzerkrankungen oder von Entzündungen.
Welche Beschwerden können auftreten?
- Luftnot, zunächst bei Belastung, später auch in Ruhe
- Leistungsabnahme und schnelle Ermüdung
- Herzrhythmusstörungen
- Brustschmerzen oder Druckgefühl
- Schwindel oder Ohnmacht
Die Beschwerden hängen stark von der Form und dem Schweregrad der Erkrankung ab.
Wie werden Herzklappenerkrankungen festgestellt?
Die wichtigste Untersuchung ist die Echokardiographie (Herzultraschall). Mit ihr lassen sich Aufbau, Funktion und Schweregrad einer Klappenerkrankung gut beurteilen. Ergänzend können weitere Untersuchungen erforderlich sein, zum Beispiel:
- transösophageale Echokardiographie (Schluckecho)
- Herz-CT oder Herz-MRT
- Herzkatheteruntersuchung
Welche Untersuchungen sinnvoll sind, wird individuell festgelegt.
Wie werden Herzklappenerkrankungen behandelt?
Die Therapie richtet sich nach Art der Klappenerkrankung, dem Schweregrad und den Beschwerden. Sie kann umfassen:
- regelmäßige Verlaufskontrollen bei milden Befunden
- medikamentöse Behandlung zur Linderung von Beschwerden
- kathetergestützte Eingriffe zur Rekonstruktion oder zum Klappenersatz, z. B. TAVI oder Clip-Verfahren
- operative Klappenrekonstruktion oder Klappenersatz
Die Entscheidung für ein bestimmtes Verfahren erfolgt immer individuell.
Behandlung an der Universitätsmedizin Göttingen
Herzklappenerkrankungen werden an der Universitätsmedizin Göttingen im interdisziplinären Heart Team behandelt. Kardiologie, Herzchirurgie, Anästhesie und weitere Fachdisziplinen arbeiten eng zusammen, um für jede Patientin und jeden Patienten das bestmögliche Behandlungskonzept zu entwickeln.
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