Kabellose Zweikammer-Schrittmachertherapie
nach Herztransplantation

An der Universitätsmedizin Göttingen wurde bei einem herztransplantierten Patienten erstmals ein kabelloses Zweikammer-Schrittmachersystem mit selektiver Vorhofstimulation (AVEIR™ Leadless Pacemakers, Abbott) implantiert. Es handelt sich um eine der ersten Anwendungen dieser Technologie in Deutschland.
Das System besteht aus zwei elektrodenlosen Miniimplantaten für Vorhof und Kammer, die über Hochfrequenzimpulse intrakardial synchronisiert werden. Beide Komponenten werden minimalinvasiv über die Leistenvene implantiert.
Besondere Aspekte:
- Keine transvenösen Elektroden
- Kein Aggregattascheingriff
- Reduziertes Infektions- und Komplikationsrisiko
- Geeignet für komplexe anatomische Situationen, z. B. nach Herztransplantation
Im vorliegenden Fall konnten persistierende Rhythmusstörungen nach Transplantation effektiv behandelt werden. Das Verfahren eröffnet neue Optionen für Patient*innen mit komplexen Rhythmusstörungen, bei denen konventionelle Systeme limitiert sind.
Ansprechpartner*innen

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Sekretariat: Kristina Bohle | Anja Ricke
Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin
Zusatzqualifikationen: Pädiatrische Kardiologie, Pädiatrische Intensivmedizin, EMAH-Kardiologie